Rize liegt 75 Kilometer östlich von Trabzon an einem Berghang umgeben von Teeplantagen, die bauschigen, grünen Polstern gleichen. In dieser typischen Schwarzmeerstadt sind die Islam Pasa-Moschee aus dem 16. Jh. und die Überreste einer Genueserburg sehenswert. Vom Ziraat-Park aus genießt man einen wunderschönen Blick auf Stadt und Umgebung. Im Mehmet Mataraci-Herrenhaus wurde ein Atatürk- und ethnologisches Museum eingerichtet.
Rize ist berühmt für seine buntbedruckte Stoffe von hervorragender Stabilität. Auf dem sommerlichen Teefestival können u.a. sämtliche Teesorten der Provinz gekostet und auch gekauft werden. Landeinwärts abbiegend gelangt man über Archen auf der Straße von Rize nach Osten nach Camlihemsin.
In der Nähe liegt das Firtina Vadisi (Tal des Sturmes) mit dem gleichnamigen wilden Fluss- Kanuten sind begeistert von ihm - der Festung Zir und Steinbrüchen aus byzantinischer Zeit. Nach einer Wanderung über die sanften Hügel der Ayder-Hochalm kann man an einer der Thermalquellen rasten, Mountainbiking und Jeepsafaris erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Für Bergsteiger beginnt hier die Klettertour in die Kackar-Berge. Die überwältigend schöne Bergwelt mit ihrer reichen Flora wurde zum Kackar Daglari-Nationalpark erklärt und ist für Alpinisten und Bergwanderer ein dem der weltberühmte, leider aber auch sehr teure Anzer-Honig, ein Paradies.
Südlich von Rize in den Kackar- Bergen liegt das Dorf Anzer, in dem ein Wunderheilmittel gewonnen wird. Auf dem Ikisdere in dem gleichnamigen, wildromantischen Canyon wird Flußsport betrieben, auf der "Anzer-Yayla" und den Hochalmen am Ikizdere genießen Liebhaber des Segelflugs die Landschaft aus der Vogelperspektive. Cayeli, Pazar, Ardesen, Of und Findikli östlich und westlich von Rize erfreuen sich eines subtropischen Klimas. Sattes Grün und traditionelle Holzhütten prägen das Landschaftsbild. In Camburnu und Umgebung, wo die seltene Gelbföhre (Pinus silvestris) gedeiht, legen viele Arten von Zugvögeln eine Ruhepause ein, weshalb sich hier im Frühjahr und im Herbst immer viele Vogelliebhaber versammeln.
Hopa ist ein liebenswerter Ort am Fuße eines bewaldeten Berges und gleichzeitig der letzte Hafen vor der türkisch- georgischen Grenze. Hinter Hopa und 27 km nordöstlich von Borcka liegt der Karagöl, ein herrlicher See, der von dichten Wäldern mit den verschiedensten Nadelbäumen umgeben ist. Hier leben auch noch Bären. Sarp ist durch die Staatsgrenze zweigeteilt. Die Straße nach Artvin passiert das Cankurtaran-Gebirge, wo an die Stelle der grünen Landschaft kahle Felsgebilde treten.
Auf einer kurvenreichen Straße an den Berghängen entlang fährt man nach Artvin, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Etwa 10 km vor Artvin liegt das Hatilla-Flußtal, das sich von den Ufern des Coruh über 25 km bis zum Berg Nathali (2923 m) erstreckt und zum Nationalpark Hatilla Vadisi erklärt wurde. Das in diesem Park herrschende Mikroklima läßt sowohl Schwarzmeer- als auch Mittelmeerflora gedeihen. An einigen Stellen gleicht das Tal einem tiefen Canyon, dessen Steilwände ein Gefälle von 80 bis 100 % haben. Der Honig aus diesem Tal ist berühmt. Eine regionale Besonderheit ist die Befestigung der Bienenkörbe an langen Stangen, damit wilde Tiere sie nicht erreichen können. |