Sinop 192 km nordöstlich von Kastamonu liegt an der nördlichsten Spitze der Türkei und hat einen der schönsten natürlichen Häfen an der ganzen Schwarzmeerküste. Die Stadt wurde im 7. Jh. v. Chr. von miletischen Siedlern gegründet und ist der Geburtsort des Philosophen Diogenes. Aus dem 3. Jh.v.Chr. stammt der Serapis-Tempel, von dem das Fundament und Baufragmente noch zu sehen sind. Ebenfalls in dieser Zeit wurde die prachtvolle, noch sehr gut erhaltene Burg, von der aus man einen herrlichen Ausblick hat, errichtet. Im archäologischen Museum zählen wunderschöne Ikonen und eine beachtliche Sammlung römischer Münzen zu den herausragenden Exponaten. Das Aslan Torunlar-Hausmuseum aus dem 18. Jh. ist ein schönes Beispiel lokaler Baukunst. Weitere bedeutende Bauwerke sind die Alaeddin-Moschee und die Alaiye-Medresse aus dem 13. Jh. Hervorragende Fischrestaurants am Kai sorgen für das leibliche Wohl. Bunte Fischerboote vervollständigen ein malerisches Bild. Bekannt sind die traditionellen Holzschnitzereien mit überwiegend nautischen Themen. Etwa 35 km südwestlich liegen die Almen Güzfindik und Bozarmut in 1350 m Höhe, die einen Einblick in das traditionelle Leben der Einheimischen ermöglichen.
40 km östlich liegt auf einer Halbinsel und umgeben von Parks und Badestränden die Ortschaft Gerze. Dann gelangt man nach Yakakent, einem Fischerdorf 44 km östlich von Gerze, mit sauberen Sandstränden. In Cam-gölü, einem weiten Waldgebiet, das sich bis zum Meer erstreckt, befinden sich Campingplätze, Beherbergungsbetriebe und Restaurants.
Landeinwärts geht es weiter nach Bafra, 30 km östlich von Yakakent, einer für Tabakanbau und Kaviar bekannten Stadt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen ein Bad aus dem 13. Jh. und ein Moscheenkomplex aus dem 15. Jh. mit einer Medresse und einem Grabmal. In dem 7 km nordöstlich von Bafra gelegenen Ikiztepe wurden Siedlungsspuren aus der Frühen Bronzezeit gefunden. Die Funde, u.a. bedeutende Schmuckgegenstände, sind im städtischen Museum von Samsun ausgestellt. |